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Praxis für Logopädie
Heike D. Grün
Störungsbild - Demenz
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Demenz ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen. Demenz ist die Bezeichnung für einen Prozess, der sich über Monate und Jahre erstreckt. Dabei kommt es zu fortschreitenden Veränderungen des Gehirns, die mit dem Verlust von früher erworbenen kognitiven Fähigkeiten verbunden sind. Weiterhin können Verhaltens- und Wesensveränderungen auftreten. Leitsymptom ist eine Gedächtnisstörung, es kommt zum Abbau des Denkvermögens. Die Folge ist eine Beeinträchtigung der Selbständigkeit des täglichen Lebens.


Die Diagnosestellung muss durch einen Facharzt erfolgen und sollte den internationalen Kriterien des ICD-10 (internationale Klassifizierung der Krankheiten)entsprechen.


Eine Gedächtnisstörung bei Demenz und ebenso der zunehmende Verlust der Sprache lassen sich nicht durch Training beheben.

Jedoch können Demenz - Patienten von einem individuell angepassten Kompensationstraining profitieren. Sprachtherapeutisch relevante Ansätze zur Vermittlung von Sprachkompetenz unter Anwendung der Kommunikationsform der Integrativen Validation nach Richard werden in der Praxis eingesetzt. Je früher und je regelmäßiger logopädische Maßnahmen, die speziell auf Sprachstörungen bei Demenz abgestimmt sind durchgeführt werden, desto größer sind die Chancen, den zunehmenden Verlust der Sprache hinauszuschieben und zum Erhalt von Identität, Würde und Sicherheit beizutragen.Kann das Sprachtraining mit einem mentalen Training verbunden werden, ohne den Patienten zu überfordern, so werden die noch vorhandenen Hirnreserven länger stabilisiert, auf einem höheren Niveau gehalten und das erheblich angegriffene Selbstbewusstsein des Patienten gestärkt.
Alle kommunikativen Bemühungen des Demenz-Patienten müssen in einem ganzheitlichen Angebot ( Zusammenwirken mehrerer therapeutischer Disziplinen ) berücksichtigt werden.